Glas oder Polycarbonat: Welche Eindeckung passt zu Ihrer Terrasse?
Verbundsicherheitsglas und Polycarbonat unterscheiden sich in Durchsicht, Gewicht und Schlagfestigkeit. Was das für Ihre Terrasse bedeutet und woran die Entscheidung wirklich hängt.
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Für die Eindeckung einer Terrassenüberdachung stehen zwei Materialien zur Wahl: Verbundsicherheitsglas und Polycarbonat. Beide sind für unsere Modelle EcoLine, Luxline und AP200 lieferbar. Welches passt, entscheidet sich nicht am Material selbst, sondern daran, wie Sie die Fläche nutzen und was über der Terrasse steht.
Die Unterschiede im Überblick
Die folgende Gegenüberstellung enthält nur Eigenschaften, die sich sachlich vergleichen lassen. Kein Kriterium ist für sich genommen gut oder schlecht. Jedes zeigt, wofür das Material geeignet ist.
| Kriterium | Polycarbonat | Verbundsicherheitsglas |
|---|---|---|
| Durchsicht | Licht wird gestreut, keine klare Durchsicht | Nahezu unverfälschte Echtglas-Durchsicht |
| Schlagfestigkeit | Etwa 200-mal schlagfester als Glas | Bei Bruch halten Splitter an der Verbundfolie |
| Hagel | Platten gelten als nahezu unzerbrechlich | Sicher, aber empfindlicher gegen Schlag |
| Gewicht | Leicht, dadurch ist eine leichtere Trägerkonstruktion möglich | Schwer, erfordert eine stärkere Konstruktion |
| Anpassung vor Ort | Auf Maß anpassbar | Nicht vor Ort zuschneidbar |
| Temperatur | Beständig von −40 °C bis +115 °C | Temperaturbeständig |
| Pflege | Oberflächenveredelt, vergilbt nicht | Pflegeleicht, Lotus-Effekt weist Schmutz ab |
| UV-Schutz | Effektiver Schutz vor UV-Strahlung | Abhängig vom Aufbau der Verglasung |
Polycarbonat punktet bei Schlagfestigkeit, Hagelsicherheit und Gewicht. Glas punktet bei Durchsicht, Optik und Pflege. Welche Eindeckung passt, hängt von der Dachneigung, der Spannweite und davon ab, wie die Fläche genutzt wird. Das klären wir beim Aufmaß.
Wofür Verbundsicherheitsglas spricht
Glas lässt eine nahezu unverfälschte Durchsicht zu. Wer unter der Überdachung sitzt, sieht den Himmel ohne Streuung; vom Wohnraum aus bleibt der Blick in den Garten frei. Standard ist bei uns 8 mm Verbundsicherheitsglas, auf Wunsch sind 10 mm möglich. Bei Verbundsicherheitsglas bleiben die Splitter im Bruchfall an der Zwischenfolie haften.
- Klare Durchsicht statt gestreutem Licht
- Im Bruchfall halten die Splitter an der Verbundfolie
- Pflegeleicht, weil der Lotus-Effekt Schmutz abweist
- Temperaturbeständig
Zwei Punkte gehören zur ehrlichen Betrachtung dazu: Glas ist schwer und verlangt eine entsprechend stärkere Konstruktion. Und es lässt sich nicht vor Ort zuschneiden. Die Scheiben entstehen nach dem Aufmaß und passen dann genau, aber eben nur dann.
Wofür Polycarbonat spricht
Polycarbonat ist etwa 200-mal schlagfester als Glas; die Platten gelten als nahezu unzerbrechlich. Wo Hagel ein Thema ist, wo Bäume über der Terrasse stehen oder wo ein Ball im Spiel ist, ist das ein handfestes Argument.
- Etwa 200-mal schlagfester als Glas, bei Hagel nahezu unzerbrechlich
- Leicht, dadurch ist eine leichtere Trägerkonstruktion möglich
- Auf Maß anpassbar
- Beständig von −40 °C bis +115 °C
- Oberflächenveredelt, vergilbt nicht, wirksamer UV-Schutz
Den Unterschied sehen Sie täglich: Das Licht wird gestreut, eine klare Durchsicht gibt es nicht. Wer den Blick nach oben sucht, entscheidet sich in aller Regel für Glas.
Was die Eindeckung für die Konstruktion bedeutet
Die Eindeckung bestimmt mit, wie stark die Profile ausfallen müssen. Glas ist schwerer als Polycarbonat und erfordert eine stärkere Konstruktion. Das wirkt sich auf Profilstärke, Pfostenzahl und damit auch auf den Preis der Anlage aus. Umgekehrt lässt eine leichte Eindeckung mehr Spielraum bei der Trägerkonstruktion.
| Modell | Aluminiumstärke | Breite auf zwei Pfosten |
|---|---|---|
| EcoLine | bis 3 mm | bis 4 m |
| Luxline | bis 5 mm | bis 6 m |
Beide Modelle sind mit Glas wie mit Polycarbonat lieferbar. Welche Spannweite Ihre Terrasse tatsächlich braucht, ergibt sich aus dem Aufmaß, nicht aus dem Katalog.
So klären wir die Entscheidung
Beim Aufmaß liegen beide Materialien vor Ihnen: Sie sehen die Durchsicht durch das Glas und die Lichtstreuung der Platte im echten Licht statt auf dem Bildschirm. Dazu kommen die Punkte, die sich nur an Ihrer Terrasse beantworten lassen: Dachneigung, Spannweite, Bäume über der Fläche, Ausrichtung zur Sonne. Erst danach entscheiden Sie.